Abu Simbel
 

An einem Sammelpunkt, wurde der Konvoi für die gut dreistündige Fahrt nach Abu Simbel zusammengestellt. Fahrten mit Touristen über größere Entfernungen dürfen in Ägypten aus Sicherheitsgründen nur im Konvoi erfolgen.
Der Felsentempel von Abu Simbel gehört wohl zu den großartigsten Baudenkmälern Ägyptens. Durch den Bau des Assuan Staudamms musste es umgesetzt werden, da es sonst in den Fluten des Stausees untergegangen und für immer verloren gegangen wäre.
Mit Hilfe der UNESCO und vieler Staaten gelang es jedoch, dieses einmalige Baudenkmal zu retten. Es wurde in 807 (großer Tempel) und 235 (kleiner Tempel) Blöcke von jeweils ca. 20 t zerlegt und genau nummeriert. Dann wurde der Tempel 85 m höher und 180 m landeinwärts wieder aufgebaut.
Die beiden Tempel wurden während der Regierungszeit von Ramses II (1279 - 1213 v. Chr.) errichtet. Zu seinem 30-jährigen Regierungsjubiläum wurde die Anlage fertig. Sie wurde ganz aus dem Felsen gehauen. Der große Tempel war Amun-Re und dem Re-Harachte geweiht. Der kleine Tempel der (Lieblings)frau von Ramses, Nefetari.
Eine Besonderheit des großen Tempels ist die Anordnung des Allerheiligsten. Da die Tempelachse nach Osten ausgerichtet ist, fällt nur zwei Mal in Jahr (vor der Umsetzung am 21. Februar und 21. Oktober - nach der Umsetzung jeweils einen Tag später) das Licht der aufgehenden Sonne so in den Tempel, dass es die Göttergestalten im Allerheiligsten erhellt.
Seit 2005 ist es verboten, Aufnahmen innerhalb des Tempels zu machen. Da ich das Glück hatte, bereits 2002 zum ersten Mal den Tempel zu besuchen, habe ich auch im Innern noch fotografieren können.
Auch die Reiseleiter dürfen ihren jeweiligen Gruppen innerhalb des Tempels keine Erklärungen mehr geben. Sie müssen es auf dem Gelände, vor dem Tempel tun. 

 
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